NZ#27: Woche 4 – Queenstown, Mount Chrichton, Arrowtown, Lake Wanaka, Mount Iron, Jacksons Bay, Franz Josef Gletscher

02.12.2018 – Westcoast New Zealand.

Montag, 26.11.18

Auf dem Weg nach Queenstown wollen wir eine schöne Wanderung in der Nähe eines Skigebietes starten. Die Zufahrt, 12 km Serpentinen, ist leider gesperrt. Nach 8 km quälender Kurven mit extremer Steigung darf ich den Van wenden, ohne dass er umkippt. Alpenstraßen sind dagegen entspannende Ausflugsstrecke.

Queenstown

Also gleich weiter nach Queenstown rein und ein bisschen die Stadt angesehen. Wir sind unempfänglich für Jet Boating, River Fox, 200 Arten Bungee Jumping usw., bekommen aber einen Eindruck, worum es hier geht. Nach Café und Food Truck fahren wir am Nachmittag etwas raus.

Wir suchen uns einen entlegenen DOC Campground ein paar Kilometer hinter Queenstown. Dort in der Nähe beginnt morgen die Wanderung zum Mount Chrichton. Ein mehrstündiger Rundweg, der auch noch mit einer weiteren Wanderung gekoppelt werden kann, um am See entlang zu laufen.

Campsite bei Queenstown
Campsite bei Queenstown

Wanderung um den Mount Chrichton

Dienstag, 27.11.18:

Wir starten am Vormittag die Rundwanderung, die das Thema der Goldgräberzeit in der Region besetzt. Durch Relikte wie Hütten im Wald, Flussbetten und schöne Panoramen macht das viel Spaß und ist hinreichend abwechslungsreich.

Panorama Mount Chrichton hike
Panorama Mount Chrichton hike

Wir fahren nach dem Hike weiter nach Arrowtown. Dort gibt es Überbleibsel der größten südchinesischen Gastarbeitersiedlung zur zweiten Goldschürferwelle.

Chinese settlement in Arrowtown
Chinese settlement in Arrowtown

Übernachtung in einem netten, beliebigen Campervanpark.

Lake Wanaka und #thatwanakatree

Mittwoch, 28.11.18:

Wir fahren von Arrowtown weiter in die Mitte der Südinsel. Bei der Winery Mt. Rosa lassen wir uns das Wine tasting nicht entgehen und stocken unsere Vorräte auf.

Mount Rosa vineyard
Mount Rosa vineyard

Dann geht’s weiter zu den Seen Lake Wanaka und Lake Hawea. Lake Wanaka hat die größere Bedeutung und auch größere Siedlung. Das Städtchen Wanaka – 6500 Einwohner und wachsend 😂 – ist ein Paradies für Sportler, Wanderer, Wasserliebhaber usw. Während Queenstown auf Spaß und Feierei ohne allzuviel sportliche Ambitionen aber dafür mit hohem Limit auf der Kreditkarte und mit recht jungem Besucherschnitt abzielt, ist in Wanaka das noch unaufgeregter, ehrlicher, aber boomend. Viele Locals unterwegs.

Der Bringer hier ist ein Baum im See: #thatwanakatree. Ja, er ist schön. Inklusive täglicher Meute Fototouristen am Strand davor, die alle das identische Bild herstellen wollen und auf Insta posten..

#thatwanakatree
#thatwanakatree

Wer meine Burgerliebe kennt, kann sich vorstellen, dass ich auch hier gern mal zugreife. Also ab in den coolen Red Star Burger. Super Burger, total aufregende Karte und lokales Craftbeer funktionieren unglaublich gut!

Mount Iron und Fish and Chips streetfood

Wir bleiben mal zwei Nächte, weil es so toll ist und wir uns spontan wohlfühlen. Wenn man so viel reist, merkt man ja relativ schnell, ob eine Stadt oder Umgebung einen einfachen Zugang zulässt oder ob das Kennenlernen sperrig und der erste Eindruck keine schnelle Liebe verspricht (Queenstown!).

Am nächsten Vormittag wandern wir, durchaus unerwartet steil, schnell auf den nahegelegenen Mount Iron als Rundweg. Sandflies sind auch auf dem Gipfel, überall sind die Biester. Aber tolles 360°-Panorama.

Aussicht vom Mount Iron track
Aussicht vom Mount Iron track
Aussicht vom Mount Iron track #2
Aussicht vom Mount Iron track #2

Zur Belohnung gibt es eine Ladung Fish and Chips in Eriks Fish and Chips Foodtruck (https://maps.google.com/?cid=1668217391710413919) und ein bisschen Shopping in ’nem Skateladen und natürlich einen Flat White später.

Lake Wanaka
Lake Wanaka

Die Alpenüberquerung am Haast Pass und der Weg nach Jackson Bay

Freitag, 30.11.18: Wir verlassen das wirklich schöne Wanaka nach zwei Tagen und fahren Richtung Westen an die Küste. Auf der Strecke liegen die Blue Pools und noch ein paar schöne Wasserfälle. Einen, der den Haast River speist, sehen wir uns näher an: die Thunder Creek Falls.

Thunder Creek Falls
Thunder Creek Falls

Noch ein paar Serpentinen und Kurven über den Haast Pass (Julius von Haast hat hier quasi alles entdeckt und benannt) und wir erreichen den gleichnamigen Ort Haast, wo nichts ist oder passiert. Campervan Park und ein Café und sehr viele Sandflies gibt es. Nach einem sehr schnellen Flat White entscheiden wir uns, doch noch die 50 Km bis Jackson Bay zu fahren.

Wir kommen am späteren Nachmittag in dem Örtchen Jackson Bay an. Kaum möglich: da ist noch weniger als in Haast. Die Bucht ist schön, aber es ist der letzte Ort des South Highway 6. Die Straße hört da einfach auf. Das einzige Café hat nur bis 4 geöffnet.

Der Ort Jackson Bay
Der Ort Jackson Bay

Warum sich Jacksons Bay lohnt?

Die Straße ist unglaublich. Eine der wenigen Straßen, wo man schnell fahren kann (aber nicht darf oder eigentlich will) und die durch echt abstruse Szenerie führt.

Regenwald links, Meer rechts, einsame Siedlungen. Alles sehr sehr unwirklich und sehr remote. Nicht nur das, was wir gemeinhin unter ‚abgelegen‘ oder ‚ländlich‘ verstehen.

Jackson Bay beachfront
Jackson Bay beachfront

Hector-Delfine in der Jackson Bay

Unterwegs, kurz vor dem Örtchen Jackson Bay liegt ein Teil der Bucht. Dort tummeln sich Hector-Delfine. Wir sehen ein paar, aber so richtig trauen sich die seltenen Tierchen noch nicht raus.

Freedom Camping: In Jackson Bay stehen wir am ‚Strand‘. Nur zwei andere Vans sind da. In 1 Haus brennt abends 1 Licht im ganzen Dorf. Sandflies und viele Muscheln am Strand. Abgeschiedenheit kann toll sein.

Samstag, 01.12.18: Der Dezember beginnt und wir wachen im abgelegenen Ort Neuseelands auf. Kurz nach der Abreise stoppen wir nochmal bei einem Vorsprung an der Küste und schauen nach Delfinen.

Und siehe da: die Tierchen spielen mit den Wellen und mir gelingt ein wunderbares Foto in bester Perspektive. Das macht den Abstecher hierher nun wirklich gut.

Über die Bruce Bay zum Franz Josef Gletscher

Wir fahren weiter über die sehr kurvige und bergige südliche Westcoast bis näher ans Meer heran. Kurzer Zwischenstopp in der Bruce Bay für Strand und Kaffee.

Bruce Bay beach
Bruce Bay beach
Bruce Bay beach Zitatsteine
Bruce Bay beach Zitatsteine

Wir stoppen am Samstag dann in Franz Josef town. Der Weg zum Fox-Gletscher ein paar Kilometer v sit wegen Erdrutsch gerade gesperrt worden. Nach ein bisschen Entspannung wollen wir noch zum Franz Josef Gletscher wandern. Beim ersten Versuch müssen wir nach 7 Kilometern umdrehen und die ganze Strecke zurück: Gletscher etwas gesehen, aber Regen setzt ein. Neuer Versuch am nächsten Tag. Mobilfunknetz gibt es schon seit Wanaka nicht mehr. Dafür haben manche so andere coole Devices, mit denen man irgendwas machen kann. Nicht so richtig Satellitentelefon, auch nicht nur Funk..

Sonntag, 2.12.18: Versuch zwei zum Gletscher glückt nun – zudem weniger Touristen, weil wir früh (vor 11) dort sind und die asiatischen Reisebusse noch nicht. Bei bestem Wetter also die Wanderung zum Franz Josef Gletscher.

Franz Josef Glacier
Franz Josef Glacier

Über die ganze Wanderung zum Gletscher lesen >

Wir fahren danach weiter Richtung Norden an der Westküste der Südinsel entlang bis zum Nachtquartier, der Pukekura Lodge. Das ist insgesamt ein guter Stay. Ein sehr alternatives Modell einer großen Familie mit viel Sustainability aber auch viel heftig hippiesken Anleihen. Gut, dass es Grautöne gibt.

Pukekura Lodge
Pukekura Lodge

Und gut, dass die lokale Kuh am Abend nicht doch noch erschossen wurde, wie angekündigt 😮.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s