Mehr Bergpanorama auf dem Rückweg vom Galdhøppigen nach Spiterstulen.

SCAND#20: Wandern in Norwegen – der Galdhøppigen

Lom/Galdhøppigen – 11.7.16

Lom Camping ist prima: super sauber, wenig Mücken trotz Fluss und herrlich umaufgeregt. Wir wollen heute auf den Galdhøppigen, verbringen dafür zwei Nächte auf dem Lom Camping.

Campingplatz in Lom: Lom Camping
Der Campingplatz in Lom: „Lom Camping“ ist ein guter Ausgangspunkt für Action in und um Lom.

Die Wettervorhersage lässt uns die Besteigung am späten Vormittag starten. Vorher nur Wolken und Regen ohne Sicht. Unergründlich korrekte Wetterprognose: yr.no

Mautstraße nach Spiterstulen

Erst müssen wir etwas fahren: vom Lom Camping windet sich später eine schlechte Straße über Brücken, Wiese und Wald etwa 20 Minuten hoch zur Hütte Spiterstulen auf 1100 Meter. Auf dem Weg lässt sich ein kleines Hügelchen schon am Horizont erblicken.

Ausblick auf dem Mautweg zur Hütte Spiterstulen in Jotunheimen.
Ausblick auf dem Mautweg zur Hütte Spiterstulen in Jotunheimen.

Spiterstulen ist ziemlich durchgestylt, siehe Lobby, und hat den Tourismus der letzten Dekaden gut für sich genutzt. Da oben gibt es alles: WoMo-Camping mit Strom, Hütten, Zeltplätze, Essen…

Du kannst also absolut am Nachmittag bereits nach Spiterstulen fahren, dort stehen und am nächsten Tag den

oder Glittertind angehen, ohne früh die Straße fahren zu müssen.

Berghütte in Spiterstulen, Norwegen
Die Hüttenanlage in Spiterstulen am Ende der Mautstraße.

 

 

Die ersten Anstiege auf dem Weg zum Keilhaus topp

Der Pfad windet sich gemächlich in offenerem Gelände mit noch gutem Terrain aber bereits norwegischen Anstieg hinauf hinter den ersten Kamm. Der Gipfel ist bei Weitem nicht in Sicht.

Hinter dem Kamm warten die ersten Schneefelder. In vielen Beschreibungen ist etwa  von“möglicherweise einem Altschneefeld“ die Rede neben dem Gletscher. Der Schnee kam allerdings sehr schnell und soll nicht der letzte mit steilem Anstieg bleiben. Gute Sohle oder etwas Metall drunter helfen sicherlich, wenn man früh oder sehr spät im Jahr unterwegs ist.

Schneefelder auf dem Weg zum Zwischengipfel Keilhaus topp
Ein bisschen Schnee auf dem Weg zum Zwischengipfel Keilhaus topp.

 

Gegenanstiege und krasses Blockterrain im Mittelbereich

Das Wetter wird nun zunehmend schlechter; gab es anfangs noch aufgerissene Wolken drückt sich jetzt kälter Regen runter. Das Gelände ist in der Mittelsektion recht schwierig: kein Pfad, riesige Felsbrocken und stark verblockte Stellen wechseln sich mit Schneefeldern ab. Teils schwer zu entscheiden, ob es im nassen, schweren Schnee besser ist oder das Springen und Klettern auf den/zwischen den bis zu zwei Meter hohen Felsen im verblockten „Normalpfad“ zum Gipfel des Galdhøppigen.

Verblocktes Gelände mit leichten Klettereien an einem Gegenanstieg. auf dem Weg zum Gipfel.
Verblocktes Gelände mit leichten Klettereien an einem Gegenanstieg.

Das Wetter spielt gerade nicht mehr mit: Miese Sicht und Schneeregen bringen den Temperatureinbruch mit. Gut, also rein in die komplette Regenkluft.

Eines der diversen Schneefelder auf dem Weg zum Gipfel des Galdhøppigen.
Eines der diversen Schneefelder auf dem Weg zum Gipfel des Galdhøppigen.

Schneeregen auf dem Weg zum Gipfel des Galdhøppigen.

 

Zum Gipfel des Galdhøppigen

Die letzten paar Hundert Höhenmeter sind nochmal gespickt mit viel Schnee und einem Stück Gletscher. Zum Glück ist die vermutet sichere Passage mit zwei Stangen markiert. Vornehmlich sollte es da keine Spalten geben.

Am Gipfel des Galdhøppigen erwartet uns die Schutzhütte, Kvikk Lunsj, Tee und etwas Pause. Bis hierher haben wir nur 3:40 Stunden gebraucht (normal: 4,5-5h). Fühlt sich aber auch so an.

Gipfelausblick und Abstiegsspaß

Wahrend der Pause im Schutzhaus (natürlich free W-Lan ;-)…) klart die Wetterlage auf und belohnt uns mit einem wundervollen Panorama auf die umliegenden Berge und Gletscherzungen. Über fast den gesamten Rückweg (2,5h) verwöhnen uns Sonnenstrahlen und tolle Panoramen, die in den nächsten Tagen für angenehme Bräune im Gesicht sorgen.

Gipfelblick von Galdhøppigen Richtung Spiterstulen, Norwegen.
Gipfelblick vom Galdhøppigen Richtung Spiterstulen, Norwegen.

 

Wanderwetterglück am Gipfel des Galdhøppigen

Bergpanorama auf dem Rückweg vom Galdhøppigen nach Spiterstulen.
Bergpanorama auf dem Rückweg vom Galdhøppigen nach Spiterstulen.
Mehr Bergpanorama auf dem Rückweg vom Galdhøppigen nach Spiterstulen.
Mehr Bergpanorama auf dem Rückweg vom Galdhøppigen nach Spiterstulen.

Abwärts rutschen wir dann einige der steilen Schneefelder hinunter und auch über das Gletscherfeld läuft es auf diese Weise deutlich bequemer und kräfteschonender.

Rutschen im Schnee beim Abstieg vom Gipfel des Galdhøppigen.
Dem Gipfel des Galdhøppigen den Buckel runterrutschen.

Fazit: Bockenstarke Tour mit schweren Passagen, vielen verschiedenen Untergründen und vor allem: atemberaubende Aussichten bei gutem Wetter. Auch für Kraxler, die sonst die Alpen sehen – das hier begeistert durch die Vielfalt einfach nochmal mehr als der Standard-Alpenberg. Must-have.

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