Muuuuh? Aber bitte BIO.

Stuttgart. Mit vegetarisch orientierten Mitmenschen ist es manchmal so eine Sache. War vor ein paar Jahren die Feindschaft auf dem Höhepunkt ihrer Brisanz, hat sich das Verhältnis zwischen Fleischfressern und anderen Menschen wieder entspannt. Die zahlreichen BIO-Label, die es mittlerweile gibt, helfen da schließlich. Sie beruhigen zumindest das Gewissen und lassen Kritiker an den verantwortungsvollen Fleischkonsum im Kapitalismus glauben.

Die Skandale um Fälschungen und Etikettenschwindel bei der Vergabe der tollen BIO-Qualitätssiegel für glückliche Tiere sprechen eine andere Sprache, aber das ignorieren wir jetzt.

Tieren haben Rechte?! Quelle: kewl/flickr.

Zeit Online-Redakteur Michael Allmaier hat ein kleines Plädoyer für die bekennenden Fleischliebhaber handlich in einer Glosse verpackt. Allmaier ist aber wohl etwas kurzsichtig in diesem Artikel, unterstellt er doch Fleischessern eine gehörige Portion Einfalt, fast Dummheit:

Wenn man uns Fleischesser zur Rede stellt, verstricken wir uns in heillosen Unsinn. »Der Mensch ist ein Raubtier und braucht nun mal Fleisch«, »das Tier stirbt irgendwann ja sowieso«, solche Sachen. Die Wahrheit ist viel einfacher: Wir stehen vor einem Dilemma. Wir mögen Tiere, ihr Fleisch aber auch. Und entscheiden meistens eher mit dem Magen als mit dem Herzen.

Kann ich Fleisch nicht auch bekennend und bewusst ohne schlechte Argumente konsumieren? Der Autor sucht sich wohl nicht ganz zufällig die einfältigsten Meinungen heraus.

Vielleicht liegt auch in der Siegelignoranz die Zukunft? Als neues, altes Statement eines Lebensstils.

Na, zum guten Fleisch gehört jedenfalls ein guter Wein, das hat schließlich schon Mama gesagt. Wer guten Wein genießen möchte, darf die Kenner ab heute getrost ignorieren. Was zählt, ist der Geschmack – bevor der Kapitalismus auch diesen im Wein ertränkt…

Also auf zum nächsten Ribera…

Wenn man uns Fleischesser zur Rede stellt, verstricken wir uns in heillosen Unsinn. »Der Mensch ist ein Raubtier und braucht nun mal Fleisch«, »das Tier stirbt irgendwann ja sowieso«, solche Sachen. Die Wahrheit ist viel einfacher: Wir stehen vor einem Dilemma. Wir mögen Tiere, ihr Fleisch aber auch. Und entscheiden meistens eher mit dem Magen als mit dem Herzen.
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