Die wertvolle Tötung?

 

Stuttgart. FAZ.net berichtet ganz lesenswert über die kulturelle/ethische und politische Seite des Stierkampfverbotes in Cataluña. Zwar nehmen im Zuge der medialen Selbstbefruchtung ein paar Absätze Anleihen an einem DLF-Stück, das im Zuge der Berichterstattung bereits lief, mich aber beschäftigt die Stierethik:

„Kann es ein schützenswertes Kulturerbe sein, kunstvoll Stiere zu töten?“

fragt Autor Paul Ingendaay.

Mir kommt in den Sinn: sollte es verboten sein, Tiere zum Zwecke der Ernährung zu züchten? Wo ist der Unterschied zu den Pflanzen auf unseren Äckern, aus denen wir unser Brot herstellen?

DER KUNSTVOLLE TOD

Ein Stierkampfverbot wegen der Grausamkeit der Tötung ruft die Frage nach einer Gestaltungshöhe eines Tiertodes hervor. Sollte der Akt der Tötung Kultur sein? Oder greift hier eher die Berechtigung als Nahrungsquelle, die unter Darwin gestellt werden kann.  Legitimiert das feine Sezieren von Froschschenkeln und deren Zucken auf dem Teller dieses Gericht als Nahrung? Hiesige Lebensmittelproduzenten wollen die Tiere möglichst günstig, schnell und zunehmend schmerz- und leidlos töten.

Die stärkere Rasse ist der Mensch, aber ich sträube mich dagegen zu akzeptieren, dass eine Tötung aus Lust und historischen Gründen in kultureller Hinsicht erhaltenswert ist. Das zeugt eher von Unkultur. Nicht nur in Spanien.

update 19.08.10: der Stier dreht die Spieße um.

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